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Vom Amt zum Unternehmen: 45 Jahre IT-Dienstleistungen für das Land Berlin

2010 bis 2014

2010

Das ITDZ Berlin stellt der Berliner Verwaltung künftig eine Cloud-Computing-Lösung zur Verfügung. Der neue Service ermöglicht den Behörden die flexible Auslagerung von Speicherkapazitäten in das Data-Center (Rechenzentrum). Auch komplette Programme, etwa eine Mailsoftware, kann die Verwaltung nach Bedarf über Cloud Computing nutzen. Die Sicherheit gewährleistet der ausschließliche Datenaustausch über das Berliner Landesnetz. Es handelt sich um eine interne Cloud der Berliner Verwaltung.

Grüne Berliner Wolke: Private Cloud für die Verwaltung (Symbolbild) (Foto: stock/Fotolia.com) Grüne Berliner Wolke: Private Cloud für die Verwaltung (Symbolbild) (Foto: stock/Fotolia.com)

Die Initiative "berufundfamilie" verlieh dem ITDZ Berlin das Zertifikat zum "audit berufundfamilie". Das Zertifikat erhalten Unternehmen, die sich zur Förderung einer familienbewussten Personalpolitik bekannt haben und entsprechende Bedingungen schaffen. Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin betonte, dass damit ein Unternehmen aus dem IT-Bereich öffentlich ein Zeichen für familienbewusste Personalpolitik setzt. Die bestmögliche Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei eine Grundvoraussetzung, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Insbesondere bei den vielumworbenen IT-Fachkräften.

Foto: berufundfamilie gGmbH - Der Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora, nimmt 2010 das Zertifikat von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder (r.), und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze (l.) entgegen. Der Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora, nimmt 2010 das Zertifikat von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder (r.), und dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze (l.) entgegen. (Foto: berufundfamilie gGmbH)

Das ITDZ Berlin informierte in einem White Paper (PDF) über den energieeffizienten Einsatz von Informationstechnik. Checklisten geben einen Überblick zu Stromsparpotenzial in Serverräumen, an Arbeitsplatzcomputern und Druckern sowie bei IT-Netzwerken. Informationen zu Umweltschutz und Energieeffizienz als Beschaffungskriterien werden ergänzt um eine Auflistung aktueller Umweltsiegel und -zeichen. IT-Anwender erfahren, wie man am eigenen Arbeitsplatz mit wenig Aufwand Energie sparen kann.

Im Jahr 2010 konnte das ITDZ Berlin sein fünfjähriges Jubiläum feiern. Grund genug, dass erstmals eine "Hausmesse" veranstaltet wurde. Die Kooperationspartner des ITDZ Berlin präsentierten ihre Ergebnisse der bisherigen Zusammenarbeit und in einem Forum gaben verschiedene Referenten Ausblicke auf Lösungen für die Verwaltung der Zukunft. Im "Markt der Lösungen" wurden die breitgefächerten Angebote des Hauses vorgestellt.

Foto: Einladung zum fünfjährigen Jubiläum - Die Veranstaltung fand für geladenen Gäste am 18. Juni 2010 im Logenhaus in Wilmersdorf statt. Einladung zum fünfjährigen Jubiläum - Die Veranstaltung fand für geladenen Gäste am 18. Juni 2010 im Logenhaus in Wilmersdorf statt.

Der Beginn der Modernisierung des Hofkomplexes des Dienstgebäudes war ein Meilenstein in der Geschichte des ITDZ Berlin: Großraumbüros, Team-Räume und Kommunikationszonen stärken den internen Dialog und schaffen direkte Kommunikationsmöglichkeiten. Im Hofgebäude wurden der Druckbereich, ein weiteres Data-Center sowie moderne Büro- und Besprechungsräume für das Service Center des Berliner Bürgertelefons 115 untergebracht. Das ITDZ Berlin nutzte bei dem Umbau alle Möglichkeiten zeitgemäßer Bautechniken, um das Gebäude möglichst energiesparend zu betreiben.

Foto: Neues modernes Bürogebäude des ITDZ Berlin (Modell: CAROLA SCHÄFERS ARCHITEKTEN BDA) Neues modernes Bürogebäude des ITDZ Berlin (Modell: CAROLA SCHÄFERS ARCHITEKTEN BDA)

Seit zehn Jahren bildet der zentrale IT-Dienstleister des Landes Berlin Fachkräfte im eigenen Haus aus. 37 junge Menschen haben zwischen 2000 und 2010 ihre Ausbildung als Fachinformatiker/-in für Systemintegration bzw. Systemkaufmann/-frau erfolgreich abgeschlossen, weitere zwölf befinden sich zu dieser Zeit in der Lehre. Nach Beendigung ihrer Ausbildung wurden rund 95 Prozent der jungen IT-Fachkräfte vom ITDZ Berlin übernommen. Das Jubiläum "10 Jahre Ausbildung am ITDZ Berlin" beging der IT-Dienstleister feierlich am 30. November 2010 im Bärensaal des Alten Stadthauses.

Foto: Gerlach -Zehn Jahre Ausbildung beim IT-Dienstleister Berlins - Festakt im Bärensaal des Alten Stadthauses Zehn Jahre Ausbildung beim IT-Dienstleister Berlins - Festakt im Bärensaal des Alten Stadthauses (Foto: ITDZ Berlin/Gerlach)

Bei dem Projekt "ProDiskurs" stehen Erfahrung und Fähigkeit der Verwaltung für einen nachhaltigen Veränderungsprozess im Mittepunkt. Als Pilotbezirk will der Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf die Einbeziehung der Bürger in Entscheidungsprozesse erleichtern und eine hohe Qualität bei der Personalführung und -entwicklung in den Ämtern sichern. Technisch begleitet wurde das Pilotprojekt vom ITDZ Berlin. Es stellte zentrale IT-basierte Kommunikationslösungen wie etwa ein webbasiertes Zeit- und Terminmanagement und elektronische Bürgerterminals zur Verfügung.

Die Plattform für die EU-Dienstleistungsrichtlinie wurde termingerecht fertig gestellt und freigeschaltet. Damit wurden in der Berliner Verwaltung erstmals Verwaltungsprozesse unter Einbeziehung aller Beteiligten konsequent elektronisch und medienbruchfrei abgebildet. Für die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie hat das Land Berlin im September 2010 den 1. Preis beim 10. eGovernment-Wettbewerb für Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen in der Kategorie "Innovativstes eGovernment-Architekturprojekt" gewonnen.

Europa Europa (Foto: Julien Eichinger/Fotolia.com

Der Verwaltungsrat des ITDZ Berlin bestätigte den seit Dezember 2005 amtierenden Vorstand Konrad Kandziora in seinem Amt und berief ihn für weitere fünf Jahre an die Spitze des Berliner Unternehmens.

Das Unternehmen zeigte eine anhaltend positive Geschäftsentwicklung: Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Umsatz von über 107 Millionen Euro erwirtschaftet und damit gegenüber 2009 um sechs Prozent gesteigert. Die Zahl der Mitarbeitenden ist zum Stichtag 31. Dezember 2010 auf 480 (Vorjahr: 463) gestiegen.

2011

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zeichnete auf der internationalen Fachmesse CeBIT das Projekt "goBerlin" als eines von bundesweit zwölf Pilotprojekten für vertrauenswürdige Cloud Computing-Dienste aus. Mit Hilfe des mit der Prämierung verbundenen Zuschusses aus Bundesmitteln entwickelt ein Berliner Konsortium unter Führung des ITDZ Berlin eine auf der Technik Cloud Computing basierende Onlineplattform mit Applikationen für Bürger/-innen und Unternehmen. "goBerlin" soll für jede Lebenslage Dienstleistungsangebote von Ämtern und Unternehmen über abgesicherte Service-Gateways bereitstellen.

Vorstand Konrad Kandziora (l.) nahm am 01.03.2011 auf der CeBIT von Dr. Andreas Schuseil (r.) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den Preis für das Projekt "goBerlin" im Wettbewerb "Trusted Cloud" in Empfang. Vorstand Konrad Kandziora (l.) nahm am 01.03.2011 auf der CeBIT von Dr. Andreas Schuseil (r.) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den Preis für das Projekt "goBerlin" im Wettbewerb "Trusted Cloud" in Empfang (Foto: Keudel - ISO K° - photography).

Im Jahr 2011 fand zum ersten Mal ein "Family-Kids-Day" im ITDZ Berlin statt. Am 21. Mai hatten alle Mitarbeitenden die Gelegenheit, im Rahmen des "audit berufundfamilie" ihren Familienangehörigen und Freunden ihren Arbeitsplatz vorzustellen. Es wurde ferner über Maßnahmen der Verbesserung der Familienfreundlichkeit und das betriebliche Gesundheitsmanagement im ITDZ Berlin informiert.

Der Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora (r), begrüßte die Besucher des "Family-Kids-Day" vor dem Haus Der Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora (r), begrüßte die Besucher des "Family-Kids-Day" vor dem Haus (Foto: ITDZ Berlin/Semrok).

Das ITDZ Berlin druckte und kuvertierte innerhalb von zwei Wochen rund 2,7 Millionen Benachrichtigungen mit insgesamt 5,4 Millionen Druckseiten für die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin, die am 18. September 2011 stattfand. Die Drucksysteme liefen dabei im Schichtbetrieb rund um die Uhr.

Im Rahmen eines Pressetermins erfolgte der Startschuss für den Druck der Wahlunterlagen im Druckzentrum des ITDZ Berlin Im Rahmen eines Pressetermins (04.08.2011) erfolgte der Startschuss für die Herstellung der Wahlunterlagen im Druckzentrum des ITDZ Berlin (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Nach einjähriger Bauzeit wurde aus dem ehemaligen Werkstattgebäude im Hofkomplex des ITDZ Berlin ein modernes Bürohaus, mit energieeffizientem Data-Center, großzügigem Service-Center und innovativem Druckbereich. Für die Mitarbeitenden gibt es erstmals in der Geschichte des Hauses ein Bistro sowie Gesundheits- und Ruheräume.

Gut besucht war der "Markt der Lösungen" bei der ITDZ Berlin-Hausmesse 2011. Auch die "zweite Auflage" der ITDZ Berlin-Hausmesse war ein großer Erfolg bei den Gästen aus der Berliner Verwaltung.

Gut besucht war der "Markt der Lösungen" bei der ITDZ Berlin-Hausmesse 2011 "Markt der Lösungen" bei der ITDZ Berlin-Hausmesse 2011 (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Das neue Kommunikationszentrum "KOMM" des ITDZ Berlin wurde am 1. Dezember 2011 im Erdgeschoss des Hauses 1 eröffnet. Die Räumlichkeiten bieten einen großzügigen Konferenz- und Veranstaltungsbereich mit moderner audio-visueller Technik.

Flexible Räumen im neuen Kommunikationszentrum "KOMM" Flexible Räumen im neuen Kommunikationszentrum "KOMM" (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Das Kammergericht Berlin verlängerte für das eigene Haus, das Landgericht und die elf Amtsgerichte das Vertragsverhältnis mit dem ITDZ Berlin bei reduzierten Kosten um weitere fünf Jahre. Der Vertrag umfasst den IT-Service einschließlich standardisierter Dienstleistungen für die ordentliche Gerichtsbarkeit.

Das ITDZ Berlin zeichnet ab sofort einmal im Jahr Mitarbeitende aus, die sich um das ITDZ Berlin besonders verdient gemacht haben. Diesen Mitarbeitenden wird in Anerkennung ihrer Verdienste die "Wilhelm-Schickard-Ehrenmedaille" verliehen.

Wilhelm-Schickard-Ehrenmedaille des ITDZ Berlin Wilhelm-Schickard-Ehrenmedaille des ITDZ Berlin (Foto: ITDZ Berlin)

Im Geschäftsjahr 2011 konnte das ITDZ Berlin seinen Umsatz zum vierten Mal in Folge steigern und verzeichnet mit einem Gesamtumsatz von 112 Millionen Euro das umsatzstärkste Geschäftsjahr seit der Umwandlung zur Anstalt des öffentlichen Rechts. Der Gewinn konnte gering gehalten werden, womit das ITDZ Berlin als öffentliches Unternehmen seinem Ziel gerecht wird, keinen Gewinn anzustreben, sondern mögliche Preissenkungen unmittelbar an die Berliner Verwaltung weiterzugeben. Die Zahl der Mitarbeitenden ist zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 488 (Vorjahr: 480) gestiegen.

2012

Am 24. Februar besuchte Bürgermeister und Innensenator Frank Henkel (CDU) das ITDZ Berlin. Er eröffnete den modernisierten IT-Standort für die Berliner Verwaltung offiziell. Der Senator und weitere hochrangige Gäste besichtigten im Haus 2 das Service Center und das Druckzentrum und besuchten anschließend das neue "Secure Data-Center", welches das bereits bestehende "High Secure Data-Center" ergänzt. Durch die komplette Neukonzeption arbeitet die Kälteversorgung noch energieeffizienter als in der bisherigen Einrichtung.

Bürgermeister und Senator für Inneres und Sport, Frank Henkel (r.), eröffnete gemeinsam mit dem Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora (l.), den modernisierten IT-Standort der Berliner Verwaltung. Bürgermeister und Senator für Inneres und Sport, Frank Henkel (r.), eröffnete gemeinsam mit dem Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora (l.), den modernisierten IT-Standort der Berliner Verwaltung (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Das ITDZ Berlin erteilte die Zuschläge für Rahmenverträge zur IT-Arbeitsplatzausstattung der Berliner Verwaltung. Bei der europaweiten Ausschreibung konnten sich mittelständische Unternehmen aus Berlin durchsetzen. Sie beliefern Berliner Behörden in den kommenden drei Jahren mit Monitoren, Notebooks, Druckern, Beamern und PC.

Um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, initiierte das ITDZ Berlin das Veränderungsprojekt "Strategieprogramm 2020". Das langfristige Vorhaben beinhaltet sowohl die strategische Entwicklung des Unternehmens als auch ein Organisations- und Personalkonzept. Die zum Teil grundlegenden Veränderungen werden sowohl das Unternehmen selbst als auch in neuen Angeboten und Services betreffen. Das Projekt führt sowohl zu einer internen Umstrukturierung als auch zu verstärkten Aktivitäten in der Personalentwicklung und Personalgewinnung. Für die Kunden sollen verstärkt ganzheitliche Lösungen sowie Beratungsleistungen für Modernisierungsprojekte angeboten und der Kundenservice gebündelt sowie die Beratungskompetenz gestärkt werden.

Veränderungsprojekt Strategieprogramm 2020 Veränderungsprojekt "Strategieprogramm 2020" (Foto: Archiv)

Die einheitliche Behördenrufnummer "115" wurde im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport zur zentralen Einwahl der gesamten Berliner Verwaltung weiterentwickelt. Das Berliner Bürgertelefon 115 soll alle Anrufe der Bürgerinnen und Bürger bei den Berliner Bürgerämtern bündeln. Das ITDZ Berlin verbessert so den Service der Behörden mit dem Ziel: optimale telefonische Erreichbarkeit, schnelle Information und kurze Wartezeiten. Mit der Einführung wurde ein weiterer Schritt zur Erhöhung der Kunden- und Bürgerzufriedenheit getan. Die häufigsten Bürgeranliegen sind Terminvereinbarungen in Ämtern sowie Fragen rund um die Themen Führerschein, Personalausweis, Kfz-Zulassung und dem Schwerbehindertenausweis.

Die einheitliche Behördenrufnummer 115 ist seit 2012 sowohl aus dem Festnetz als auch aus mehreren Mobilfunknetzen zum Ortstarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar. Die einheitliche Behördenrufnummer 115 ist seit 2012 sowohl aus dem Festnetz als auch aus mehreren Mobilfunknetzen zum Ortstarif und damit kostenlos über Flatrates erreichbar (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Zum ersten Mal wurde die Hausmesse (07.09.2012) des ITDZ Berlin in eigenen Räumlichkeiten veranstaltet. Die Plätze in einem aktuellen Forum reichten - zu der erstmalig in diesem Rahmen durchgeführten hochkarätigen Podiumsdiskussion - nicht aus. Es gab interessante und aufschlussreiche Statements der Gäste, als über die Rolle des ITDZ Berlin in der IT-Strategie des Landes diskutiert wurde. Zwei Zelte im Innenhof, eines für die Präsentation der Lösungen und eines für die Verpflegung, erweiterten die Messefläche und passten gut zum Gesamtkonzept der Veranstaltung.

Podiumsdisskusion mit Carsten Spallek (Bezirksstadtrat Mitte – Mitglied des Verwaltungsrates), Konrad Kandziora (Vorstand),    IT-Staatssekretär Andreas Statzkowski (Verwaltungsratsvorsitzender), Alexander Morlang (Vorsitzender des Ausschusses für Digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit – Piraten-Partei), und Dr. Marianne Wulff (Vitako) (v.l.n.r.). Pressereferentin, Katrin Dirksen, moderierte die Veranstaltung sehr charmant (m.). Podiumsdiskusion mit Carsten Spallek (Bezirksstadtrat Mitte – Mitglied des Verwaltungsrates), Konrad Kandziora (Vorstand), IT-Staatssekretär Andreas Statzkowski (Verwaltungsratsvorsitzender), Alexander Morlang (Vorsitzender des Ausschusses für Digitale Verwaltung, Datenschutz und Informationsfreiheit – Piraten-Partei), und Dr. Marianne Wulff (Vitako) (v.l.n.r.). Pressereferentin, Katrin Dirksen, moderierte die Veranstaltung sehr charmant (m.) (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Das Jahr 2012 verdeutlichte erneut die große Bandbreite, Vielfalt und stetige Weiterentwicklung bei den technischen Lösungen, die das ITDZ Berlin für die Berliner Verwaltung bereitstellt. So konnte der erste Monat, in dem mehr als 50.000 Berlinerinnen und Berliner online einen Termin mit einem Amt vereinbarten, den Nutzen der Lösung eindrucksvoll unter Beweis stellen. Dazu gehören aber auch die rasante Verbreitung von Smartphone und Tablet-PC in den Behörden sowie die europaweite Ausschreibung einer Cloud-Computing-Lösung für die Berliner Verwaltung.

Das ITDZ Berlin hatte 2012 wieder ein erfreuliches Geschäftsergebnis erzielt. Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr mit einem Umsatzerlös von rund 115 Millionen Euro ab. Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das eine Umsatzsteigerung um rund drei Millionen Euro.

2013

Das ITDZ Berlin wurde "SAP Hosting Partner" sowie ein von SAP-zertifizierter Anbieter von Hosting Services. Damit wurde das Unternehmen einer der ersten öffentlichen von SAP-zertifizierten IT-Landesdienstleister Deutschlands. Mit dem Zertifikat bestätigte die SAP AG die hohe Qualität des Betriebs von SAP-Lösungen im High Secure Data-Center des ITDZ Berlin. Die Zertifizierung ermöglicht dem ITDZ Berlin, die Kosten für die Verwendung von SAP-Lösungen in der Verwaltung zu reduzieren sowie neue IT-Lösungen schneller zu implementieren und nachhaltig zu optimieren.

Guido Schlief, Mitglied der Geschäftsleitung, SAP Deutschland AG & Co. KG (l.) überreichte am 27. Mai im Gebäude des öffentlichen IT-Dienstleisters   Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin, die Urkunde zum SAP Hosting Partner Guido Schlief, Mitglied der Geschäftsleitung, SAP Deutschland AG & Co. KG (l.) überreichte am 27. Mai 2013 im Gebäude des öffentlichen IT-Dienstleisters Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin, die Urkunde zum SAP Hosting Partner (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Das ITDZ Berlin kommt seinen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft nach, indem es als wirtschaftliche und soziale Institution handelt. In diesem Kontext wurde das ITDZ Berlin im Rahmen des audit berufundfamilie der berufundfamilie gGmbH am 29. Mai 2013 zum zweiten Mal mit dem Zertifikat zum "audit berufundfamilie" als familienfreundlicher Arbeitgeber für sein fortdauerndes Engagement ausgezeichnet.

Logo audit berufundfamilie - ITDZ Berlin im Rahmen des audit berufundfamilie der berufundfamilie gGmbH zum zweiten Mal als familienfreundlicher Arbeitgeber für sein fortdauerndes Engagement ausgezeichnet Im Rahmen des audit berufundfamilie der berufundfamilie gGmbH wurde das ITDZ Berlin zum zweiten Mal als familienfreundlicher Arbeitgeber für sein fortdauerndes Engagement ausgezeichnet.

Das ITDZ Berlin zeigte auf der vierten Hausmesse am 20. September 2013 seine Konzepte und IT-Lösungen für die Berliner Verwaltung. Mit einer Ausstellung, Vorträgen, Führungen durch Druck- und Service Center sowie einer Podiumsdiskussion zum Thema "E-Government-Gesetz für das Land Berlin" informierte das ITDZ Berlin über aktuelle Fragen und Themen wie IT-Sicherheit, mobiles Arbeiten, Cloud-Computing oder Anwendungen für den neuen Personalausweis.

Herzlich willkommen waren wieder viele Führungskräfte der Berliner Verwaltung bei der vierten Hausmesse des ITDZ Berlin Herzlich willkommen waren wieder viele Führungskräfte der Berliner Verwaltung bei der vierten Hausmesse des ITDZ Berlin (Foto: ITDZ Berlin/Kämpfe)

Von den mehr als 5.000 Servern der Berliner Verwaltung werden rund 1.100 im ITDZ Berlin gehostet, während über 4.000 Server in Senats- und Bezirksverwaltungen stehen. Das Bezirksamt Mitte und das ITDZ Berlin zeigten in einem gemeinsamen Pilotprojekt, wie eine notwendige Serverkonsolidierung erfolgreich umgesetzt werden konnte. Im Rahmen des Projekts übertrug das Bezirksamt stufenweise zentrale IT-Betriebsleistungen an das ITDZ Berlin. Die nutzerbezogene Administration sowie die Servicesteuerung verbleiben in der Verantwortung des Bezirksamts.

Das Data-Center des ITDZ Berlin erhielt im Oktober 2013 vom Umweltbundesamt als erste öffentlich-rechtliche Einrichtung dieser Art in Deutschland die Urkunde "Der Blaue Engel für energiebewussten Rechenzentrumsbetrieb". Die Zertifizierung steht für sparsame und umweltfreundliche Arbeitsweise. Unternehmen, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden, betreiben ihre Rechenzentren besonders energiesparend und ressourcenschonend.

Das Sicherheitsrechenzentrum des ITDZ Berlin erhielt als erstes öffentlich-rechtliches Data-Center in Deutschland den Blauen Engel für einen energiebewussten Rechenzentrumsbetrieb Das Sicherheitsrechenzentrum des ITDZ Berlin erhielt als erstes öffentlich-rechtliches Data-Center in Deutschland den Blauen Engel für einen energiebewussten Rechenzentrumsbetrieb (Foto: Archiv)

RAL-UZ 161 Energiebewusster Rechenzentrumbetrieb

Am 22. November 2013 vereinbarten die Leiter der IT-Dienstleister der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Potsdam eine Kooperation für die strategische und operative Zusammenarbeit. Ziel der Kooperationsvereinbarung ist es, eine operative und strategische Zusammenarbeit einzugehen, um Mehrwerte für die jeweiligen Länder nutzbar zu machen. Unter dem Motto "Gemeinsam Visionen verwirklichen" wollen die Kooperationspartner den Wissensaustausch verstärken, gemeinsam Lösungen erarbeiten und die Umsetzung von Vorhaben voranbringen. 3-Länder-CERT, Mobiles Arbeiten und Interaktive Bürgerportale sind erste Schwerpunkte der Zusammenarbeit.

Hubert Ludwig, Geschäftsführer des DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ M-V GmbH), Ralph Leidenheimer, Erster Geschäftsführer des Brandenburgischen IT-Dienstleisters (ZIT-BB), Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin (v.l.n.r.) Hubert Ludwig, Geschäftsführer des DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern (DVZ M-V GmbH), Ralph Leidenheimer, Erster Geschäftsführer des Brandenburgischen IT-Dienstleisters (ZIT-BB), Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin (v.l.n.r.) (Foto: DVZ)

Der Verwaltungsrat stimmt am 16. Dezember 2013 den Projektergebnissen im Rahmen des Strategieprogrammes 2020 zu. Unter anderem wurden die Themen Personenstandswesen, Forum Star, Cloud und SAP-Lizenzen mit ihren erfolgreichen Ergebnissen positiv bewertet. Nachdem das Personal- und Organisationskonzept vom Verwaltungsrat bereits bestätigt worden war, stellten sich nun die neuen Abteilungsleitungen der "Führungsebene 1" vor und wurden positiv aufgenommen.

2014

Der Abschluss der Besetzung der obersten Führungsebene des ITDZ Berlin war im ersten Quartal ein deutliches Zeichen für die Umsetzung des "Strategieprogramms 2020". Es wurden fünf neue Abteilungen geschaffen: "Kunden und Lösungen", "E-Government und Fachverfahren", "Infrastruktur und Basisdienste", "Service Center" sowie "Zentraler Service".

Kurs 2020. Moderne Perspektiven für unser Unternehmen Kurs 2020. Moderne Perspektiven für unser Unternehmen (Foto: Butch/Fotolia.com)

Zu den wesentlichen "Quick Win" des "Strategieprogramms 2020" zählten die Einführung von Standard-Anforderungsprofilen für Führungskräfte, die Neuerstellung von Leitfäden für Jahres- und Zielvereinbarungsgespräch, die Vorbereitung eines "Kennzahlen-Cockpits", mit wichtigen Unternehmenszahlen im Blick. Parallel wurde ein Produktgruppenkurzkonzept erarbeitet, das die service- und lösungsorientierte Produktstruktur neu ordnet. In einer Prozesslandkarte wurden zudem alle wesentlichen Unternehmensprozesse dargestellt.

Das ITDZ Berlin warb Anfang März mit innovativen IT-Lösungen auf der CeBIT 2014: Mobiles Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung, Cloud-Services für das Land Berlin und der Aufbau eines Computer Emergency Response Teams (CERT). Gemeinsam mit der Berliner Verwaltung stellte der zentrale IT-Dienstleister des Landes außerdem Beispiele für die Anwendung der elektronischen Akte (eAkte), E-Government-Lösungen und den Betrieb von automatisierten Fachverfahren vor. In Kooperation mit dem Umweltbundesamt lud das ITDZ Berlin zu einer Gesprächsrunde über den Blauen Engel für energieeffizienten Rechenzentrumsbetrieb ein.

Das ITDZ Berlin präsentierte innovative Lösungen auf seinem Messestand auf der CeBIT 2014 Das ITDZ Berlin präsentierte innovative Lösungen auf seinem Messestand auf der CeBIT 2014 (Foto: ITDZ Berlin)

Die Berliner Verwaltung konnte für ein Jahr auf einen verlängerten Support das Betriebssystem "Windows XP" zurückgreifen. Für IT-Arbeitsplätze, die über diesen Tag hinaus mit diesem Betriebssystem betrieben wurden, bestand nach Einschätzung des Herstellers sowie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Mit seiner Aktion stellte das ITDZ Berlin den Senats- und Bezirksverwaltungen im Land Berlin ein temporäres Notfallpaket für den Weiterbetrieb der Computer auch nach dem Auslaufen des offiziellen Microsoft-Supports am 8. April 2014 zur Verfügung.

Im Rahmen der Ausbildungsmesse "Tage der Berufsausbildung" in Berlin wurde das IT-Dienstleistungszentrum Berlin am 11. Juni 2014 als einer der zehn besten Ausbildungsbetriebe der deutschen Hauptstadt von der Berliner Handwerkskammer (HWK) sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) ausgezeichnet. Mit diesen Investitionen in die Ausbildung von Fachkräften sichert das ITDZ Berlin grundlegend die Zukunft des Unternehmens und wird auch seiner besonderen gesellschaftlichen Verantwortung als öffentlicher Arbeitgeber gerecht.

Der Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora (2.v.l.), und die Leiterin des Fachbereichs Ausbildung, Maren Siegel (3.v.l.), mit der Urkunde zur Auszeichnung als einer von "Berlins Besten Ausbildungsbetrieben". Die Auszeichnung fand im Rahmen der Messe "Tage der Berufsausbildung" statt, bei der am Stand die beiden Auszubildenden Clemens Hering (l.) und Nico Einbeck (r.) das ITDZ Berlin mit präsentierten. Der Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora (2.v.l.), und die Leiterin des Fachbereichs Ausbildung, Maren Siegel (3.v.l.), mit der Urkunde zur Auszeichnung als einer von "Berlins Besten Ausbildungsbetrieben". Die Auszeichnung fand im Rahmen der Messe "Tage der Berufsausbildung" statt, bei der am Stand die beiden Auszubildenden Clemens Hering (l.) und Nico Einbeck (r.) das ITDZ Berlin mit präsentierten (Foto: ITDZ Berlin/Zelahs)

 

| Moderne Perspektiven für die Verwaltung

Konrad Kandziora, Vorstand des ITDZ Berlin

Das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) ist einer der führenden kommunalen IT-Dienstleister in Deutschland und trägt maßgeblich zur Modernisierung der Berliner Verwaltung bei.

Das Haus ist ein Komplettanbieter für Dienstleistungen mit Hochgeschwindigkeitsnetz, leistungsstarken Data-Centern, moderner Sicherheitstechnik, eGoverment-Suite, Berliner Bürgertelefon 115 und umfassendem Know-how. Es ist mit seinen Angeboten hervorragend aufgestellt und gut für die Zukunft positioniert:

  • umfassende IT-Lösungen,
  • kunden- und erfolgsorientiert,
  • innovativ und qualitätsorientiert,
  • wirtschaftlich und umweltgerecht,
  • kooperativ und motiviert.

Die strategische Ausrichtung des ITDZ Berlin erfordert die ständige Fokussierung der eigenen Leistung auf die Bedürfnisse der Kunden und die Annahme der Herausforderungen durch die rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik.

Mahatma Gandhi, dem berühmten politischen sowie geistigen Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, wird folgendes Zitat zu Veränderungen zugeschrieben:

"Wenn du etwas zwei Jahre lang gemacht hast, betrachte es sorgfältig!
Wenn du etwas fünf Jahre lang gemacht hast, betrachte es misstrauisch!
Wenn du etwas zehn Jahre lang gemacht hast, mache es anders."

45-Jahre IT-Geschichte für Berlin dokumentieren dies eindrucksvoll.

Konrad Kandziora
Vorstand des ITDZ Berlin