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Vom Amt zum Unternehmen: 45 Jahre IT-Dienstleistungen für das Land Berlin

2000 bis 2004

2000

Keine Probleme mit dem Jahrtausendwechsel.

Mit Beginn des Ausbildungsjahres 2000/2001 bildet der LIT gemäß Beschluss der Geschäftsleitung vier Azubis in der Ausbildungsrichtung Fachinformatiker, Fachrichtung Systemintegration, aus. Diese Ausbildung erfolgt in einer sogenannten Verbundausbildung mit dem Institut für Technische Weiterbildung (ITW).

Bis Ende Februar werden die grundlegenden Installations- und Konfigurationsarbeiten für ein Netz von insgesamt 22 ATM-Switchen (Asyncron Transfer Modus) abgeschlossen.

Seit dem Frühjahr beschäftigt sich eine kleine Gruppe von Mitarbeitern des LIT und Studenten der Humboldt-Universität mit dem Thema "Electronic-Commerce" (eC). Ziel dieser Aktivität ist es, diese neue Technik auf Basis des Inter-/Intranets für die Abwicklung der PC-Hard- und -Softwarebeschaffungen zu nutzen.

Einführung neuer Laufwerkstechnik (9840) im Automatischen Kasetten-System (AKS) im April.

2001

Ausbau der Vermittlungszentrale im Bereich Telefonie.

Ein zentraler Projektleitstand wird im LIT eingerichtet.

Der Vertrieb des LIT hat eine neue Organisationsstruktur.

"Die konsequente Nutzung der neuen Medien soll Bürgern und Wirtschaft der Stadt dienen sowie die Mitarbeiter der Verwaltung bei ihrer Arbeit unterstützen. Ihr Einsatz ist bei den in der Berliner Verwaltung gegebenen Dimensionen gleichermaßen ein erheblicher wirtschaftspolitischer Faktor.

Vor diesem Hintergrund wird eGovernment als wesentlicher Bestandteil des Gesamtprojekts Verwaltungsmodernisierung verstanden."

Dr. Eckart Werthebach, Brgermeister und Senator für Inneres, in einer Kleinen Anfrage

Das Projekt "Verbund der öffentlichen Bibliotheken Berlins" (VÖBB) ist erfolgreich abgeschlossen worden.

Giga-Bit-Ethernet wird eingeführt ("Gigabit-Ethernet (GE)-MAN"-Projekt).

Das neue System "ELBE" (Elektronisches Bestellsystem) im LIT ist eine e-Procurement-Lösung, die aufgrund der einheitlichen Plattform (intranetbasierte Datenbanklösung) verkürzte Prozesslaufzeiten garantiert und damit auch die Serviceleistungen für den Kunden verbessert.

Endgültige Einstellung der Spulenbandverarbeitung (CPX, Siemens) im Juni. Einstellung 18-Spur-Kassettenverarbeitung im lokalen Bereich (Oktober).

Der Arbeitskreis Netze des Deutschen Städtetages tagt am 25./26. Oktober in Berlin im LIT.

Vertrag "Backup" mit dem Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Potsdam (LDS), Installation eines IBM Magstar-Kassettensystems (Dezember).

Mit dem Abschluss einer Rahmenvereinbarung zwischen der Berliner Polizei und dem LIT wird der nächste Schritt auf dem Weg zu einer modernen Verwaltung eingeschlagen. Das unter der Bezeichnung "BOWI 21" (Datenverarbeitungsverfahren zur Bearbeitung von Verkehrsordnungswidrigkeiten und Bußgeldeinziehung im 21. Jahrhundert) laufende Projekt wird das seit den 70er Jahren in Betrieb befindliche Datenverarbeitungsverfahren durch ein modernes und leistungsfähiges System ersetzen.

2002

Es werden bereits 2001 begonnene Großprojekte wie das Berliner Ordnungswidrigkeitenverfahren (BOWI 21) und das Polizeiverfahren POLIKS fortgeführt.

Für IMOG, das Projekt für die Erarbeitung eines Masterplans für die IT-Strategie der ordentlichen Gerichtsbarkeit, wird in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber eine Voruntersuchung durchgeführt und im Anschluss der Projektauftrag auf die gesamte ordentliche Gerichtsbarkeit erweitert.

Das Projekt "e-Company LIT" wird gestartet.

Ein neues kaufmännisches Gesamtsystem auf SAP-Basis wird eingeführt.

Der Geschäftsbereich VI "Verfahrensbetrieb / Benutzerservice" wird gegründet (August).

Abbau der letzen Anschlagdrucker im GB III / GB VI im Oktober.

Die Bindung der aus dem ehemaligen Kapitel 0516 verteilten Mittel für Dienstleistungen des LIT läuft aus. Der kaufmännische Jahresabschluss schließt mit einem Umsatzvolumen von 70,5 Mio. Euro.

2003

Die die Arbeitsschwerpunkte des LIT liegen in der Weiterführung der Großvorhaben "BOWI 21", "POLIKS" und "IT-Insourcing".

Im März beginnt der Umbaus des Hauptgebäudes.

Die Geschäftsleitung besteht bis zum 31. Juli aus dem kaufmännischen Geschäftsleiter Uwe-Jens Andresen und dem technischen Geschäftsleiter Werner Hardtke. Nach dem Ausscheiden von Uwe-Jens Andresen wurde Werner Hardtke bis zum 31. Oktober als kommissarischer Geschäftsführer eingesetzt.

Ab dem 1. November ist Dipl.-Ing. Univ. Eberhard Siebert alleiniger Geschäftsführer des LIT.

Foto: Archiv - Geschäftsführer Dipl.-Ing. Univ. Eberhard Siebert

Foto: Archiv - Geschäftsführer Dipl.-Ing. Univ. Eberhard Siebert

Es sind 451 Standorte (277 Verwaltungsstandorte, 77 Standorte des universitären Bereichs und 97 Liegenschaften von Drittkunden) mit landeseigenem Lichtwellenleiterkabel erschlossen. Das Kabelnetz erreicht damit eine Gesamtlänge von rund 744 km.

Das MAN (Metropolitan Area Network) erhält mobile Zugänge, die über eine besondere Sicherheitstechnik gegen unberechtigte Zugriffe von außen geschützt sind. Mit der Betriebsaufnahme des neuen "Gigabit-Ethernet"-Netzes kann innerhalb eines Jahres eine nahezu 100-prozentige Verfügbarkeit des Netzes erreicht werden. Im Juli 2003 ist die Umstellung vom alten „Fast-Ethernet“-Netz abgeschlossen.

Um den ständig steigenden Anforderungen der im LIT-Sicherheitsrechenzentrum betriebenen Verfahren gerecht zu werden, wird die Infrastruktur zukunftssichernd ausgebaut. Dazu werden in 2003 hochperformante Plattensubsysteme neuester Technologie beschafft und installiert.

Foto: Archiv - Sicherheitsrechenzentrum (SRZ)

Foto: Archiv - Sicherheitsrechenzentrum (SRZ)

Der Jahresabschluss zeigt weiterhin eine insgesamt erfreuliche und solide Entwicklung des Landesbetriebs für Informationstechnik. Der LIT-Umsatz erreichte ein Volumen von 79,3 Mio. Euro.

2004

Verabschiedung von Jörg Brückner, Leiter der Abteilung BV im LIT, am 16. Januar 2004.

Im Geschäftsjahr 2004 dominieren die Arbeitsschwerpunkte "BOWI 21", "POLIKS" und "IT-Infrastrukturservice". Intern wurden die Voraussetzungen für eine grundlegende Umstrukturierung des Betriebes und den Aufbau des Produktmanagements geschaffen. Für die Änderung der Rechtsform zum 1. Januar 2005 wurde der Grundstein gelegt.

Im Geschäftsbereich "Netze" wurde die technische Modernisierung des MAN weiter fortgeführt. Ende 2004 waren insgesamt 472 Standorte (293 Verwaltungsstandorte, 83 Wissenschaftsstandorte und 96 Liegenschaften von Drittkunden) mit landeseigenem LWL-Kabel erschlossen. Das Kabelnetz erreichte damit eine Gesamtlänge von 780 km.

Das neue "Produktmanagement" ist die „Drehscheibe“ für die angestrebte Reorganisation und soll künftig die Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg verantworten (März).

Produktmanagement

Der LIT führt eine europaweite Ausschreibung für die Realisierung eines verwaltungsweiten Call-Center-Dienstes (Berlin-Telefon) durch und beauftragte einen Auftragnehmer mit der Umsetzung.

Im Bereich der Telekommunikation hat der LIT ein Entwicklungskonzept für das Berliner Landesnetz unter dem Titel "Next Generation" (BeLa-NG) erarbeitet. Schwerpunkte sind der Einsatz von "Voice-over-IP" und "IP-Telefonie" sowie die Realisierung und der wirtschaftliche Betrieb dieses konvergenten Netzes für die Daten- und Sprachkommunikation.

Ab September ist Götz-Georg Weber neuer Vertriebsleiter im LIT.

Zentrales Ereignis für die Rechtsformänderung ist der Beschluss des Gesetzes über die Anstalt des ööffentlichen Rechts "IT-Dienstleistungszentrum Berlin" (ITDZ Berlin) durch das Abgeordnetenhaus Berlin vom 19.11.2004.

Der LIT-Umsatz betrug 2004 insgesamt 91,48 Mio. Euro. Die Anzahl der Mitarbeiter ist auf 374 gestiegen.