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Vom Amt zum Unternehmen: 45 Jahre IT-Dienstleistungen für das Land Berlin

1995 bis 1999

1995

Planung, Beschaffung und Wartung von TK-Anlagen der Senatsverwaltung für Bauen, Wohnen und Verkehr (1. Januar).

Wegfall der Samstagschicht im MVS-Bereich, operatorloser Betrieb.

Acht Servicemitarbeiter für TK-Anlagen werden von der Senatsbauverwaltung dem LIT zugeordnet (1. Februar).

Vorstellung des LAZ/SAZ-Projektes auf dem CeBIT-Stand von IBM am 8. bis 15. März in Hannover.

SAZ-LAZ-Logo

SAZ-LAZ Projekt-Logo

Das LIT ist Teilnehmer am "XV International Switching Symposiums 1995" (ISS '95) und organisiert das Telekommunikationsforum im Rathaus Schöneberg mit zukunftsweisenden IT-Netzanwendungen in drei Szenarien in Zusammenarbeit mit IBM sowie FhG-ISST am 26./27. April. Im Mittelpunkt des Technical Visit (Präsentation) steht das Berliner Verwaltungsnetz (MAN) mit möglichen Anwendungsszenarien zum Thema Multimedia (z. B. ein Hotline und Consulting System).

Umsetzung des Automatischen Kassettensystems (AKS); 12.000 alte Kassetten wurden teils umsortiert, teils archiviert (31. Mai).

Die KIZ-Räume sind mit 8.058 Besuchern zu 78,33 Prozent ausgelastet (30.Juni).

Umzug des MVS-Operating in den zentralen Leitstand, Einrichtung des Rechenzentrums am Fehrbelliner Platz (September), Umzug MVS-AVO und Archiv in die Berliner Strasse (B112).

Fertigstellung des Sicherheitsrechenzentrums (SRZ) im Oktober. Umzug der SNI-Rechner in das SRZ, Inbetriebnahme der Sicherheitsleitwarte in B112 Austausch der Frontendprozessoren (DVR).

Neukonzept Kassettenverarbeitung: Migrationskonzept (Reduzierung des Kassettenbestandes auf 9.000).

Im Rahmen des Umzuges in das Sicherheitsrechenzentrum (SRZ) Trennung des bisherigen "Doppelsystems" in zwei autonome AKS in getrennten Räumen. Neubeschaffung bzw. Hochrüstung auf Powderhorn, Rückgabe eines AKS an StorageTek.

Einführung des User-Help-Desk im zentralen Leitstand.

Einführung des Home-Operating Stufe 1 (vier Wochenendschichten) im SNI-Realtime-Bereich.

1996

Start des Projektes "Berliner Landesnetz" (BeLa) im Januar. In dem Projekt werden mit externer Unterstützung die Einzelaktivitäten

  • Errichtung eines landeseigenen Glasfasernetzes (Lichtwellenleiter),
  • Schaffung eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in der Fläche für die Datenkommunikation (Metropolitan Area Network)
  • Modernisierung der Telekommunikationsanlagen (TKA) in Verbindung mit einem ISDN-Vernetzungskonzept und
  • Einführung zeitgemäßer Mehrwertdienste (Value Added Services)

gebündelt. Zum Projektleiter BeLa wird Dipl.-Ing. Konrad Kandziora bestimmt.

"Ein integraler Bestandteil der Verwaltungsreform ist der verstärkte Einsatz der Informationstechnik, um Verwaltungsprozesse effizienter, preiswerter und bürgerfreundlicher gestalten zu können. Die Finanzsituation des Landes erfordert eine IT-Politik, die die Modernisierungs- und Innovationspotentiale der Informationstechnik voll ausschöpft. Nur so können die notwendigen strukturellen Entlastungen des Haushalts erreicht werden."

(aus der Regierungserklärung des Senats vom 29. Februar 1996)

Aufbau eines landesweiten Intranets der Berliner Verwaltung, der BASIS-Infodienst für rund 70 Einsatzstellen wird entwickelt.

BASIS-Infodienst

BASIS-Infodienst im Intranet des Landes

Durch das MAN werden 75 Verwaltungsstandorte, 18 Wissenschaftsstandorte und 16 weitere Standorte über ca. 260 km Lichtwellenleiterkabel verbunden, Fertigstellung des "Ostringes".

MAN

MAN-Skizze mit ausgewählten Standorten

In der Berliner Verwaltung werden auf 13 Großrechnern, 20 Großverfahren betrieben, auf 199 Abteilungsrechern laufen ca. 2.000 Einzelverfahren.

Über 300 LAN sind installiert. An über 20.000 Endgeräten arbeiten ca. 24.000 Anwender.

Der Arbeitskreis "Netzsicherheit" wird im LIT eingerichtet.

Das elektronische Telefonverzeichnis der Berliner Verwaltung wird alternativ auf elektronischen Medien bereitgestellt.

Das LIT ist im BerlinWeb, dem Intranet der Berliner Verwaltung, mit rund 475 Dokumenten vertreten.

Homepage des LIT

Homepage des LIT

22 TK-Anlagen mit ca. 8.600 Telefonanschlüssen wurden im Bereich der Hauptverwaltung modernisiert.

Es sind 286,5 Beschäftigungspositionen im LIT verzeichnet.

Umzug MVS-Arbeitsvorbereitung (AVO) und Archiv in die Berliner Str. (Februar) sowie Beschaffung einer Datenverarbeitungsanlage IBM 9072-R52 (1 GB) und Magnetplatten RAMAC2 (260 GB).

Einstellung des Betriebes der Datenverarbeitungsanlage COMPAREX und Aufgabe des Standortes Fehrbelliner Platz 1 im April. Übernahme der Verfahren der Oberfinanzdirektion (OFD) auf den IBM-Rechner.

SPLITTER-Extra-Ausgabe: "Microsoft Windows NT Workstation - Das zukünftige Desktopbetriebssystem der Berliner Verwaltung".

SPLITTER-Logo

SPLITTER-Logo

Übernahme SSU (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie, SenStadtUmTech) auf die SNI-Rechner (Juli).

Asynchronous Transfer Mode (ATM) - Pilotbetrieb in den drei Teststandorten Bezirksamt Wilmersdorf, Berliner Rathaus und Altes Rathaus am 21. September.

Offizieller Start des User Help Desk (UHD) in einem überlappten Schichtbetrieb mit drei Mitarbeitern und Einführung des Zwei-Schicht-Druck-Betriebes mit wöchentlich zehn Schichten an fünf Tagen am 2. Oktober.

Drittes Anwenderforum "IT-gestützte Vorgangsbearbeitung in der ööffentlichen Verwaltung" mit 150 Teilnehmern im Roten Rathaus mit der Infora GmbH am 9./10. Oktober.

Verabschiedung von Hr. Jaglin nach mehr als 48 Jahren im Dienste des Landes Berlin am 20. Oktober.

Der Bereich Netzwerkmanagement verwaltet ca. 100 aktive Netzkomponenten (Wellfleetrouter), das MAN umfasst 150 km mit 40 Standorten.

Glasfaser

Foto: Ismael Montero - Zerlegtes Lichtwellenleiterkabel

Verwaltungsvereinbarung zwischen der Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung und dem LIT geschlossen.

Einführung Laserdruck-Endlos SNI Typ 2140.

1997

Start des Mitarbeiter-Jour-Fixe.

Ende der zentralen Datenerfassung im LED/LIT nach fast 28-jährigem Einsatz (vom IBM-Locher bis zum Datensammelsystem Nixdorf 8850/7), Dezentralisierung der Datenerfassung auf die Anwender.

Neuinstallation der Rechner SNI S 110-P (59 RPF, 768 MB Hauptspeicher) und SNI S 110-F (32 RPF, 512 MB Hauptspeicher), als Nachfolger von zwei Siemens H90.

Reformtag bei der Innenverwaltung mit LIT-Beteiligung am 28. April.

Start des Projektes "Merlin" (pilotartiger CBT- Einsatz für MS-Office 97) im Mai, Leitung: Andreas Mahn.

Neuinstallation Disk Array Subsystem 3491 (187 GB), Plattenumstellung im SNI-Bereich Einführung Home-Operating (Stufe 2) mit insgesamt sechs Wochenendschichten.

Start mit der strukturierten Verkabelung im Haus mit der Firma ARKTIS im Juni.

Gründung der AG Umbau (LIT) im Juli.

Dienstgebäude des LIT 1996

Foto: Archiv - Dienstgebäude des LIT

Neuer einheitlicher Telefon-Rufnummernblock für die Berliner Verwaltung 90-0 (18. August).

LIT-Stand auf dem Mitarbeiterkongreß zur Verwaltungsreform am 4./5. September.

Neues Referat ZS C bei der Senatsverwaltung für Inneres, Leitung: Karl-Heinz Löper (Herbst).

Ablösung der großen TK-Anlage mit 5.600 Nebenstellen am Fehrbelliner Platz. Bis zum Ende des Jahres wurden ca. 20.000 Nebenstellen an das Bela-Netz angeschlossen (Dezember).

Rund 60 Millionen Druckseiten werden im Jahre 1997 erstellt, davon wurden ca. 20 Mio. Druckstücke kuvertiert.

Es wird ein LWL-Nutzungsvertrag zwischen den Berliner Wasserbetrieben und dem LIT geschlossen.

"Die Gründung des Landesbetriebes für Informationstechnik ist zugleich Beginn eines tiefgreifenden Veränderungsprozesses; es handelt sich um einen Paradigmenwechsel. Dies möchte ich an einem Beispiel verdeutlichen. Das Landesamt war primär Landesinteressen verpflichtet, es erhielt seinen Haushalt vom Parlament und war damit in den vergangenen Jahren ein vor allem auch politisch gesteuertes Amt. Künftig wird der Landesbetrieb sich primär an den Interessen seiner Kunden ausrichten, denn von diesen erhält er das Geld für seine Leistungen, vom Parlament nur noch indirekt."

Uwe-Jens Andresen, Amtsleiter LIT, in info@polis

Dem LIT wird zum 1. Januar 1998 durch Senatsbeschluss die ehemaligen Kabelkanalanlagen der Berliner Feuerwehr als Leitungsverwaltung für den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes der Berliner Verwaltung übertragen.

1998

Das Landesamt wird zum Landesbetrieb für Informationstechnik nach § 26 der LHO und hat zwei Geschäftsleiter (GL): Uwe-Jens Andresen als kaufmännischer GL und Werner Hardtke, technischer GL. Eine neue Organisationsstruktur mit insgesamt sieben Geschäftsbereichen wird eingeführt (1. Januar). Ein neues Logo und ein Corporate Design Manual wird entwicklt.

Geschäftsleiter Uwe-Jens Andresen Geschäftsleiter Werner Hardtke

Uwe-Jens Andresen
Werner Hardtke

Das Landesamt wird zum Landesbetrieb für Informationstechnik

Senatsbeschluss zur Bildung des LIT

Das Berliner Landesnetz hat einer Länge von 480 Kilometern und 197 Standorte der Verwaltung. Es wird das des Visualisierungssystems YADE eingeführt. Die Ausbauplanung der LWL-Infrastruktur bis 2002 dient zur Vorbereitung einer Senatsvorlage. Projekte: OFD-Netz, Solum Star u. a.

Baugenehmigung für den Eingangshallen-Umbau liegt vor (17. Februar). Am 9. April wird die Projektleitung Rolf-Peter Mück übertragen.

Das erstes Preis- und Leistungsverzeichnis wird im April veröffentlicht.

Start mit des Projektes "ProLlT - Professionalisierung des LIT", die Leitung übernimmt Katrin Hartmann.

Einstellung des KVA-Verfahrens auf BS2000-Rechner (Ablösung durch KVA neu) im September.

Im Oktober wird das 5. Anwenderforum "IT-gestützte Vorgangsbearbeitung in der Verwaltung" durchgeführt.

Im Herbst wird die Mittelbewirtschaftung in den Geschäftsbereichen eingeführt.

Das Projekt "ProLIT" wurde in vier Teilprojekte mit 12 Arbeitspaketen definiert (Dezember).

Das Kommunikations- und Informationszentrum im LIT wird am 15. Dezember zehn Jahre alt.

1999

Der LIT betreibt/unterstützt

  • das "Neuen Berliner Rechnungswesen" (NBR)
  • das SAP R/3 HR-Verfahren für zehn Krankenhausbetriebe
  • das Verfahren "Integrierte Personalverwaltung" (IPV)
  • den "Verbund öffentlicher Bibliotheken Berlins" (VÖBB)
  • "Fusionsnetze" in den Fusionsbezirken
  • das LEA-Routernetz

Am 1. Dezember startet das Pilotprojekt "IT-Insourcing" (ITIS) mit Bezirksamt Schöneberg.

Die Projekte OFD-Netz und Solum Star werden fertiggestellt. Durchführung von "JVA 2000" für die Berliner Justizvollzugsanstalten.

Hochrüstung des IBM-Rechners auf IBM 9672-R34 (bisher R52) 2GB HSP, 132 Mips (Januar).

Am 26. Februar wird die neuen Eingangshalle des LIT eröffnet. Es entsteht ein "offenes Haus".

Der Abbau der Magnetplatten SNI 3480 erfolgt März.

Im Mai liegt die Eröffnungsbilanz zum 1.1.1998 vor.

Das LIT-Logo wird am 15. Juni als Marke registriert.

LIT-Logo

Am 10. Juli wird das 30-jährige LIT-Jubiläum gefeiert.

Eine neue Aufgabe ist zu bewältigen: Serverkonsolidierung mit dem Ziel, große Zahl von einzelnen, dezentral installierten Servern auf Server-Cluster modernster Technik zu konzentrieren, um Kosten und Administrationsaufwand beherrschbar zu machen.

Lösung von Verschlüsselungsproblematiken für die Projekte KHB und IPV sowie Vorbereitung auf Jahr 2000-Umstellungsproblematik.

Trotz Stellenabbau im ööffentlichen Dienst expandiert der LIT personell weiter.