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Vom Amt zum Unternehmen: 45 Jahre IT-Dienstleistungen für das Land Berlin

1985 bis 1989

1985

Der Haushalt des LED (Kapitel 0516) beträgt rund 54,9 Millionen DM auf der Ausgabenseite. Das ist deutlich weniger als der Ansatz für 1984, der noch etwas über 61 Millionen DM betragen hat. Die geplanten Einnahmen des Amtes sind 1985 auf rund drei Millionen DM veranschlagt.

Das LED beschäftigt 109 Beamte (vom Regierungssekretär bis zum Oberregierungsrat), 207 planmäßige Angestellte und 70 nichtplanmäßige Angestellte sowie vier Arbeiter (gesamt 390 Mitarbeitende).

Im LED gründet sich das PC-Team, das Arbeitsplatzcomputer testet und die Berliner Verwaltung bei Kauf und Installation berät.

"Spielzeugquäler"

LED-Mitarbeiter an den Großrechnern über die Kollegen aus dem PC-Team.

1986

Im APC-Leitfaden vom Mai ist in den Merkmallisten die Mindestanforderungen an APC-Standardhardware festgelegt:

Merkmal Anforderungen
1. Hersteller/ Vertrieb Reputierter Hersteller bzw. Händler
2. APC-Type/-Modell Arbeitsplatzcomputer DESKtop (Auf-Tisch-Modell)
3. Industriestandard Grad der IBM-Kompatibilität = Klasse A oder B
4. Betriebssystem  
MS-DOS Version 2.1 oder höher wünschenswert
UNIX/ Derivat  
5. Mikroprozessor  
Typ Intel: 8088, 8086, 80186 oder 80286 Taktfrequenz
Takt >= 4,7 MHz..
Coprozessor Verfügbarkeit eines Coprozessors für arithmetische Operationen (8087 o.ä.)
6. RAM-Kapazität  
Minimum 256 KB
Maximum >= 512 KB
Ausbaustufung >= 64 KB
7. Datenträger: Disketten  
Format/ Durchmesser 5 1/4 Zoll
Kapazität (formatiert) >= 360 KB
IBM-Diskette lesen muss
IBM-Diskette schreiben muss
7. Datenträger: Festplatte wenn beim Anwender erforderlich
Kapazität (formatiert) Minimum 10 MB
Übertragungsrate >= 500 KBit/sec
7. Datenträger: Streamer Streamer muss anschließbar sein
Kapazität mindestens Festplatteninhalt
intern/ extern: soll Streamer intern; Tape extern
8. Schnittstellen: parallel Verfügbare oder optionale Anschlüsse für Drucker, DFÜ etc.
IEC 488  
Centronics muss: 1 Anschluss
8. Schnittstellen: seriell Verfügbare oder optionale Anschlüsse für Drucker, DFÜ etc.
RS 232C/ V.24 muss: 1 Anschluss
RS 422 muss: 1 Anschluss
9. IBM-kompatible freie Erweiterungsplätze (Steckplätze für Zusatzkarten) muss: soweit nicht schon Standard: Uhr/ Kalender, Hauptspeichererweiterung, Grafik, Tape-Streamer, Terminalemulationen, Harddisk und elektronisches Schloss

1987

Foto des Siemens-Mainframes
Siemens-Mainframe (Foto: Archiv)

Beschaffung von zwei Datenverarbeitungsanlagen Siemens 7580 (je 24 MB).

1988

Beschaffung einer IBM 3090 (32 MB) als Ablösung der bisherigen IBM-Rechner; Ablösung aller ICL-Rechner im Druckbereich und Einsatz einer Siemens 7530 D.

Vorlage des Organisationsgutachtens für das Landesamt für Elektronische Datenverarbeitung LED - Referat III B - durch die Unternehmensberatung Mummert & Partner im Auftrag des Senators für Inneres (Juni). Zielaussage: Fachanwendungen gehören in die Fachverwaltungen. In dessen Folge werden Systemanalytiker/Organisatoren und Programmierer an die Fachverwaltungen abgegeben. Die Abteilung II wird aufgelöst. Die Zahlungsverfahren werden künftig von den zuständigen Fachverwaltungen gewartet und gepflegt.

Foto von Amtsleiter Uwe-Jens Andresen
Amtsleiter Uwe-Jens Andresen (Foto: Archiv)

Der Amtsleiter des LED, Günther Reimers, wird abgelöst. Neuer Amtsleiter wird Uwe-Jens Andresen.

Zweites APC-Forum in der Berliner Verwaltungsakademie (17. und 18. November).

Die "Orientierungshilfe zum Einsatz von APC-Netzwerken" in der Berliner Verwaltung (Netz-Leitfaden) versteht sich als Ergänzung zur ebenfalls vom LED herausgegebenen "Orientierungshilfe zur Planung von Mikrocomputervorhaben". Vorführbereit sind zwei Netzwerke mit verschiedenen Topologien unter einem Netzwerk-Betriebssystem: ProNet von Proteon mit Baumstruktur und SKNet von Schneider & Koch mit Busstruktur, beide unter dem Novell-Netzwerkbetriebssystem 286 SFT I.

Gründung einer Lenkungsgruppe für die IuK-Entwicklung in der Berliner Verwaltung mit hochqualifizierten Fachleuten aus führenden Unternehmen (IBM, Nixdorf, Siemens) und leitendem Personal der Innenverwaltung.

Als Ergebnis der Arbeit werden sechs Schwerpunkte konkretisiert: zum einen das Kommunikations- und Informationszentrum (KIZ), die Netzadministration, die Bürokommunikation, sowie zum anderen das Rechenzentrum, Personal- und Allgemeine Verwaltung (BV A) und Haushalts und Vertragswesen (BV B). Es wird das Referat BV C mit den Aufgaben "Verwaltungskooperation und Öffentlichkeitsarbeit" gegründet (1. Juli).

Einführung der Besonderen Vertragsbedingungen für die Planung von ADV-Vorhaben (24. Oktober).

Seit Anfang November gibt es im LED ein Telefax.

Eröffnung des Kommunikations- und Informationszentrums (KIZ) im LED (15. Dezember).

1989

Titelseite des LED-TER 1989
LED-TER 1989

Herausgabe des Fachinformationsblattes LED-TER durch BV C.

Erster LED-Kongress in der Berliner Kongresshalle (als Fortsetzung der APC-Foren) am 29./30. November.

Einführung der Laserdruck-Technik im LED mit zwei Rank Xerox-Einzelbatt-Druckern Typ 4090.

"Das LED wird nicht ausschließlich Rechenzentrum sein, sondern immer mehr Mittler-, Berater- und Ausbildungsfunktionen im IuK-Bereich für die Behörde des Landes Berlin übernehmen."

Erich Pätzold (SPD), Senator für Inneres, anläßlich des 20-jährigen Jubiläums des LED