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Spam FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen (Frequently Asked Questions - FAQ) rund um das Thema Spam.

Was ist Spam?

Als Spam werden üblicherweise E-Mails bezeichnet, die massenhaft und unverlangt versandt werden. Meist haben sie werbenden Inhalt. Teilweise werden Spams auch genutzt, um sensible Daten abzufragen (Phishing). Spam wird für Nutzer immer mehr zum Ärgernis, da das Sichten und Löschen von Spammails täglich einige Zeit in Anspruch nimmt.

Woher kommt der Begriff Spam?

Der Ursprung des Begriffs ist umstritten. Am wahrscheinlichsten ist wohl der folgende Erklärungsversuch: Spam ist eigentlich der Name für ein in Nordamerika sehr populäres Dosenfleisch. Dieses wurde in einem Sketch der englischen Komikertruppe "Monty Python" aufgegriffen. Darin kommt ein Restaurant vor, indem es nur Speisen mit Spam gibt, welches die Gäste aber nicht wollen. Im Laufe des Sketches kommt das Wort Spam so häufig vor, dass die eigentliche Kommunikation untergeht.

Daran anknüpfend wurde das Wort im Usenet (Diskussionsforen) für Beiträge genutzt, die immer wieder in verschiedenen Gruppen wiederholt wurden. So symbolisiert es Dinge, die unerwünscht in großen Mengen auftauchen.

Was unternimmt das ITDZ Berlin gegen die Spamflut?

Technisch betrachtet sind Spams von erwünschten Mails nicht zu unterscheiden. Beides sind reguläre E-Mails. Trotzdem kann mit Spamfiltern versucht werden Spams zu erkennen und die Auslieferung zu verhindern. Dazu werden im ITDZ Berlin zentral für alle Kunden zwei Verfahren angewendet.

1. Schritt des Filterns:

Viele Mailserver im Internet werden hauptsächlich für den Versand von Spams verwendet. Immer, wenn eine E-Mail von einem solchen Server kommt, wird diese abgewiesen und dem Empfänger nicht zugestellt. Dazu fragt das ITDZ Berlin regelmäßig acht Listen ab, die solche Server enthalten (Blacklists).

Einige Spamversender versuchen das zu umgehen, indem sie einfach einen frei erfundenen oder gar keinen Absenderserver angeben. Das wird bei regulären Mails nicht gemacht wird. Daher werden auch solche Mails abgewiesen.

2. Schritt des Filterns:

Im zweiten Schritt werden die Betreffzeilen und Inhalte der Mail ausgewertet. Finden sich dort Begriffe, die für Spams üblich sind, beispielsweise "Viagra" in verschiedenen Schreibweisen, werden auch diese Mails als Spam eingeschätzt. Dieses Verfahren ist allerdings fehleranfällig, da verdächtige Begriffe auch in regulären E-Mails auftauchen können. Daher werden solche E-Mails nicht abgewiesen, sondern nur –als Warnung für den Empfänger- als Spam markiert und trotzdem zugestellt. Die Markierung erkennen Sie an der der Zeichenfolge "[SPAM]" in der Betreffzeile.

Darüber hinaus wäre es rechtlich problematisch solche Mails dem Empfänger nicht zuzustellen, da das ITDZ Berlin als Provider verpflichtet ist, angenommene E-Mails auch an den Empfänger weiterzuleiten. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um eine reguläre Mail oder Spam handelt.

Warum kommen trotzdem Spams unerkannt im Postfach an?

Aus Sicht des Nutzers wäre es natürlich wünschenswert, wenn alle Spams erkannt und verworfen würden, während alle regulären E-Mails ankommen. Leider ist kein System in der Lage die eingehenden Mails so genau und korrekt zu prüfen.

Beispielsweise dauert es oft eine gewisse Zeit, bis verdächtige spamversendende Mailserver auf den einschlägigen Blacklists auftauchen. Bis dahin werden die Spams von diesen Servern auch nicht abgewiesen. Ein Teil der Spammails kommt auch von gänzlich unverdächtigen Servern und läßt sich anhand der Betreffzeile nicht erkennen.

Darüber hinaus dürfen die Filter nicht zu restriktiv sein. So sehr eingehende Spammails auch stören, ist es doch weitaus problematischer, wenn wichtige Mails nicht ankommen, weil sie an einem Spamfilter abgewiesen werden.

Seit einiger Zeit gibt es sogar eine neue Qualität von Spammails. Diese bestehen nicht aus Text, sondern aus einem großen Bild, welches den Text enthält. In der Folge können Filtersysteme den Text nicht mehr lesen und auswerten. Bisher gibt es kein funktionierendes Filtersystem dagegen.

Wie viele Spams kommen über die zentralen Mailserver des ITDZ Berlin?

An den zentralen Mailservern gehen in der Regel mehrere Millionen Mails täglich ein. Davon wurden an der ersten Filterstufe in den letzten Jahren bis zu 99,7 Prozent abgewiesen. An der zweiten Stufe wurden mehrere tausend als Spams erkannt und markiert. Inzwischen sind diese Zahlen wieder gesunken.

Die Menge der wegen Virenbefalls verworfen Mails stellt mit weniger als 100 inzwischen kaum noch ein Problem dar. Insgesamt werden also nur wenige Promille der eingehenden Mails nicht als Spammails erkannt, die den Empfängern zugestellt werden können.

Die Grafik zeigt, wie viele Spammails in den letzten 12 Monaten täglich an den zentralen Mailservern eingegangen sind.

Spamentwicklung

Was kann die dezentrale IT-Stelle gegen Spam tun?

Moderne E-Mail-Clients wie Microsoft Outlook, Mozilla Thunderbird oder Eudora verfügen heute über Spamfilter. Dabei handelt es sich um lernende Systeme. Wenn Sie eine Mail als Spam markieren, werden gleichlautende oder sehr ähnliche Mails auch zukünftig als Spam erkannt werden. Sprechen Sie zu lokalen Spamfiltern am besten Ihre lokale IT-Stelle an.

Es bietet sich vor allem an die Mails auszusortieren, die vom Spamfilter des ITDZ Berlin bereits markiert sind. So ersparen Sie sich das aufwändige Sichten und Löschen.

Was kann ich gegen Spam tun?

Zunächst sollten Sie vorsichtig mit dem Streuen Ihrer E-Mail-Adresse umgehen. Das ist nicht immer leicht. Insbesondere, wenn die E-Mail auf im WWW verfügbaren Websites erscheint.

Öffnen Sie niemals Mails, wenn Sie der Meinung sind, es handele sich um Spam. Oftmals werden beim Öffnen Elemente wie kleine Bilder nachgeladen. Die Server, auf denen dieses Element liegt, registrieren dann, dass die Anfrage von Ihnen kommt. Dadurch erkennt der Versender, dass ihre E-Mail-Adresse tatsächlich existiert und dass der Empfänger die E-Mail auch öffnet. Damit machen Sie sich zu einem potentiellen Interessenten und werden zukünftig vermutlich vermehrt von Spamversendern belästigt werden.

Auch Links in den Spammails sollten Sie niemals anklicken. Insbesondere solche, die Ihnen vorgaukeln, Sie könnten auf der Website den Versand der Mails abstellen. Solche Links dienen nur der Verifikation Ihrer E-Mail-Adresse. Adresshändler können mit verifizierten E-Mail-Adressen ein gutes Geschäft machen.

Weiterführende Informationen

  1. Einen guten Überblick über Spammails gibt Wikipedia
  2. Bei Viruslist finden Sie eine genaue Beschreibung der Arbeitsweise von Spammern. Ein gewisses Verständnis dafür hilft Ihnen sich zu schützen.
  3. Bei der Kanzlei Joerg Heidrich finden Sie auch eine rechtliche Betrachtung des Themas.