Navigation und Suche


Suche nach allgemeinen Informationen

Forderung des Rechnungshofs umgesetzt: Das Bezirksamt Mitte setzt auf effiziente IT-Infrastruktur im ITDZ Berlin

Berlin, 8. Oktober - Von den 5.115 Servern der Berliner Verwaltung werden rund 1.100 im IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ Berlin) gehostet, während über 4.000 Server in Senats- und Bezirksverwaltungen stehen. Die Ineffizienz dieser dezentralen Verteilung verdeutlicht ein vom Berliner Rechnungshof im Jahr 2010 beauftragtes Gutachten, das den jährlichen finanziellen Aufwand mit rund 16 Mio. Euro beziffert. Das Bezirksamt Mitte und das ITDZ Berlin zeigen in einem gemeinsamen Pilotprojekt, wie die Serverkonsolidierung erfolgreich umgesetzt wird. Im Rahmen des Projekts übertrug das Bezirksamt stufenweise zentrale IT-Betriebsleistungen an das ITDZ Berlin. Die nutzerbezogene Administration sowie die Servicesteuerung verbleiben in der Verantwortung des Bezirksamts.

Vorteile der Kooperation

Zu den Vorzügen der Kooperation zählen für das Bezirksamt Mitte neben der Kostenreduktion die planbaren Dienstleistungskosten, die hohen Sicherheitsstandards im ITDZ Berlin sowie die Energieeffizienz der eingesetzten IT-Systeme. Mit der Verlagerung wurden darüber hinaus zugleich die Systeme erneuert. Servertechnik, Speicherausstattung, Betriebssysteme, Datei- und Druckdienste und die Softwareverteilung wurden auf den aktuellen Stand gebracht.

IT-Staatssekretär Andreas Statzkowski (CDU), zählt die Serverkonsolidierung im Land Berlin zu den Schwerpunkten seiner Arbeit. Im Projektabschluss sieht er einen wichtigen Meilenstein: "Der Berliner Senat stellte bereits im Dezember 2011 fest, dass die dezentrale Serverstruktur der Berliner Verwaltung unwirtschaftlich und nicht zukunftsfähig ist. Deswegen begrüße ich das gemeinsame Projekt des Bezirksamts Mitte und des ITDZ Berlin als zukunftsweisend und beispielgebend."

Für Dr. Christian Hanke (SPD), Bezirksbürgermeister im Bezirk Mitte von Berlin, stehen neben dem verantwortungsvollen Wirtschaften auch technische Vorteile im Vordergrund: "Durch die Zusammenarbeit mit dem ITDZ Berlin profitieren wir von Sicherheitsstandards und technischen Innovationen, die wir aus eigenen Haushaltsmitteln nicht finanzieren könnten. Gleichzeitig erhalten wir die IT-Kompetenz im eigenen Amt. Das ist in jeder Hinsicht ein Gewinn."

Der Vorstand des ITDZ Berlin, Konrad Kandziora, rückt die Kooperation mit den IT-Verantwortlichen in den Behörden als Schlüssel zum Erfolg in den Mittelpunkt: "Das Projekt zur Serverkonsolidierung im Bezirksamt Mitte steht für Kosten- und Energieeffizienz bei gemeinsamer Verantwortung. Wir setzen dabei auf die Kooperation mit den IT-Fachkräften vor Ort. Damit liegen wir ganz auf der Linie einer IT-Strategie, die auch der Rechnungshof von Berlin fordert."

Empfehlungen des Landesrechnungshofs und Berliner Senats

Das im Auftrag des Berliner Rechungshofs erstellte Gutachten verdeutlicht, dass eine zentralisierte Serverinfrastruktur den Behörden Berlins erhebliches Einsparpotenzial unter anderem bei Strom, Wartungskosten und Ausstattung der Serverräume bietet. Der Berliner Senat griff die Empfehlungen auf, legte eine Strategie für den einheitlichen Serverbetrieb vor und verabschiedete im März 2013 ein entsprechendes Konzept. Bis 2016 sollen die Server der Berliner Verwaltung auf sicherheitstechnisch und ökologisch optimal zu betreibende Standorte konzentriert werden.